Luftübung für alle Blasinstrumente

Diese Übung ist besonders zum Synchronisieren der Luftführung im Blasorchester geeignet.
Man spielt eine Phrase, indem man den Zischlaut »zszszszs…« erzeugt und zur gleichen Zeit die Töne der Phrase greift, quasi wie im realen Spiel, aber anstelle der Tonerzeugung tritt der Zischlaut »zszszszszszs…«.

Ausführung:
Die Zunge füllt den oberen Gaumen innerhalb der Zähne aus und die Zungenspitze liegt an der Innenseite der unteren Schneidezähne an. Kein »sch« oder »ß«, sondern ein scharfes, helles »zszszszszszs« erzeugen.
Der Luftwiderstand und der Luftverbrauch sollen dem eigenen Instrument entsprechen. Das bedeutet, die Kieferöffnung so zu wählen, dass das Zischgefühl dem Spielgefühl annähernd gleich wird.
Falls beim Zischen die Luft länger reicht als im normalen Spiel, ist die Öffnung zu eng bzw. der Luftdruck zu gering. Etwas mehr Luftverbrauch ist nicht schädlich.
Das Ende der Phrase immer mit einem plötzlich offenen, entspannenden »ah!« beenden und somit den Einatemvorgang einleiten.
Tipp: Immer zuerst real spielen und erst danach zischen, damit die Intensität der Übung nicht zu niedrig und somit unwirksam ist.

Artikulation:
Zwischen getrennten Tönen soll der Zischlaut nicht aufhören. Den Durchlass nur verengen, aber den Luftstrom nicht beenden. Schnelles Staccato wie gebunden zischen, da diese schnelle Bewegung der Zunge beim Zischen nicht möglich ist.

Instrumentenhaltung:
Wie im realen Spiel, lediglich das Mundstück am Kinn oder auch darunter (Klarinetten, Flöten), fixieren, damit ein identisches Spielgefühl entsteht. Die Töne bewusst und sicher mitgreifen. Genauso sämtliche Spielanweisungen (Dynamik, Akzente, Artikulation usw.) mitspielen bzw. zischen.

Einsatz in der Probe:
Den zu probenden Teil real spielen. Dann intensiv zszsischen, eventuell auch zweimal. Danach sofort real spielen. Das Schlagwerk leise dazu spielen lassen. Während der Zischübung die Spielanweisungen dem Orchester durch Ansagen verdeutlichen. Die Übung hat auch einen großen Effekt, wenn man das Metronom dazu benutzt. Stets nach dem Zischen sofort den geübten Teil real spielen um das Spielgefühl zu etablieren.

Projektorchester für einen großen Auftritt zugunsten der Hospiz-Stiftung Gifhorn

Bernd Wilmer ruft Gifhorner Musiker zu einem Projektorchester für einen großen Auftritt zugunsten der Hospiz-Stiftung Gifhorn zusammen.

Der große Auftritt im November im Gemeindezentrum Meine ist der Hospiz-Stiftung Gifhorn gewidmet.

Mit dem Konzert eines großen sinfonischen Blasorchesters aus dem Raum Gifhorn-Braunschweig will Kreisstabführer Bernd Wilmer die Arbeit der Gifhorner Hospizstiftung unterstützen. Nicht zum ersten Mal trommelt Wilmer ein Projektorchester um den Kern der Feuerwehr-Musikzüge des Kreisfeuerwehrverbands Gifhorn zusammen, doch bei dem großen Auftritt am 23. November im Gemeindezentrum Meine bekommt der Benefizgedanke diesmal besondere Bedeutung.

Zurzeit schart der Vordorfer Dirigent interessierte Musiker um sich, die an ihrem Können feilen wollen und sich auf das Zusammenspiel mit versierten Instrumentalisten im großen Orchester freuen.

Das Programm steht bereits. Es wird ein Vergnügen für Musiker und Zuhörer gleichermaßen: Summertime Stomp gehört dazu, ein Potpourri der 1980er Jahre unter dem Teil Eighties Flashback, ein Marsch Konfetti, Filmmusik aus James Bond und Jurassic Park sowie Musicalklänge aus Mary Poppins. 

Geprobt wird vor dem Auftritt im engen Rhythmus am 2., 10. und 16. November. Zu den Registerproben am 10. November kommen externe Dozenten hinzu. Wilmer verspricht: „Unser Projekt bietet nicht nur neue musikalische Erfahrungen, sondern ist auch eine tolle Gelegenheit, um andere Musikfreunde persönlich kennenzulernen.“ Ziel sei es, motivierte und fortgeschrittene Musiker aus dem Raum Gifhorn-Braunschweig zu einem großen sinfonischen Blasorchester zusammenzuführen.

Ein paar Voraussetzungen müssen die Musiker aber mitbringen: Ihr Instrument sollten sie bereits seit mehreren Jahren spielen. In die Noten sollten sie sich noch vor den gemeinsamen Probeterminen zu Hause einlesen. Und sie sollten bei allen Soloqualitäten gern mit anderen Musikern zusammenspielen. Besonders gesucht sind Oboisten und Fagottisten.

Die Hospiz-Stiftung Gifhorn als Empfänger der Konzertspende hat gerade den Bauantrag für das Gifhorner Hospiz mit acht Patientenzimmern bei der Stadt eingereicht. Bei erwarteten Baukosten von mehr als sechs Millionen Euro zählt jeder Euro an Hilfsgeldern. Schon 2020 soll mit dem Bau begonnen werden.

Rückfragen und Anmeldungen sind bei Initiator und Gesamtleiter Bernd Wilmer möglich unter Ruf (05304) 901160.

https://www.wilmer-vordorf.de/projektorchester-gifhorn/

 

Christian Franz

Gifhorner Rundschau

16.08.2019

 

Registerworkshop im November 2018

vom 24.-25. November 2018

Hier die Ausschreibung

Registerworkshop für Bläser Seite 1
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„Egerländer Stilistik“

Profi vermittelt Lebensgefühl böhmischer Polka-Musik

Der bekannte Blasmusiker Berthold Schick gibt einen Workshop für Feuerwehrmusiker.

Meine. Spezielle Lehrstunden in Sachen Blasmusik standen am Wochenende im Gemeindezentrum Meine auf dem Programm. Vor allem Instrumentalisten von Feuermusikzügen aus dem Kreis und darüber hinaus wollten von einem echten Profi erfahren, wie man richtig im Egerländer Stil spielt. „Diese Musikrichtung, die aus Böhmen stammt, ist Polka mit einem ganz besonderen Groove“, beschrieb Bernd Wilmer, Ausbildungsleiter im Meiner Feuerwehrmusikzug und zugleich auf Niedersachsenebene.

Für tiefgehende Einblicke in die technisch anspruchsvolle Dynamik der im Norden nicht so verbreiteten Stilistik hatte Wilmer mit Berthold Schick, unter anderem jahrelanges Mitglied des legendären Ernst-Mosch-Ensembles „Egerländer Musikanten“, einen charismatischen Lehrer nach Meine geholt. Einer beherzten Ansage wie „nicht so gewalttätig anblasen!“ des Vollblutmusikers folgte umgehend ein schelmisches Lachen. Man müsse diese Musik ernst nehmen, um zugleich die ansteckende Lebensfreude darin beim Publikum zu erreichen, appellierte Schick an die Teilnehmer zur Achtsamkeit auf handwerkliche Grundlagen beim Spiel.

Auch Samtgemeindebürgermeisterin Ines Kielhorn nahm sich bei ihrem Besuch im Workshop viel Zeit, um etwas über „das Lebensgefühl Egerländer Polka-Musik“ zu erfahren.

Text: GR Stefan Lohmann

 

 

D1 Lehrgang